Mehr zum Opernstück

Die Entführung aus dem Serail ist eine komische Oper in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Dem Genre nach handelt es sich um ein Singspiel. Mozart schrieb das Musikstück für das „Teutsche Nationaltheater“ in Wien im Auftrag von Kaiser Joseph II. Die Uraufführung fand am 16. Juli 1782 im Burgtheater in Wien unter der Leitung des Komponisten statt. Das Stück dauert ca. 2,5 Stunden und spielt Mitte des 16. Jahrhunderts auf dem Landgut des Bassa Selim in der Türkei.

Die Entführung aus dem Serail

Belmonte hofft im Orient, im Palast des Bassa Selim, seine Braut Konstanze wieder zu finden. Diese wurde mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo auf offener See von Seeräubern überfallen und an den Bassa verkauft. Belmontes Versuch, sich Eintritt in das Serail des Bassa zu verschaffen, scheitert am Widerstand von Osmin, dem Aufseher im Hause des Bassa.
Auch Pedrillo hat es nicht leicht mit Osmin. Der ist allen und allem Fremden gegenüber äußerst misstrauisch.
Belmonte trifft auf Pedrillo. Von diesem erfährt er, dass der Bassa zwar um Konstanze werbe, diese aber Belmonte noch treu sei. Pedrillo hat ein ähnliches Problem: Osmin will dessen geliebte Blonde, die er als Sklavin geschenkt bekommen hat.
Belmonte wird von Pedrillo als Baumeister am Hof des Bassa eingeführt. Beide beschließen die baldige Flucht mit ihren Frauen.
Konstanze leidet unter der Trennung von Belmonte, dem sie Treue geschworen hat. Ihre Situation spitzt sich zu: Der Bassa räumt ihr eine Frist von einem Tag ein, in der sie sich freiwillig für ihn entscheiden soll.

Pause

Mit List macht Pedrillo Osmin betrunken. Konstanze und Belmonte können sich endlich wiedersehen. Doch ein Schatten liegt über der Begegnung: Belmonte hat plötzlich Zweifel an der Treue der Geliebten. An Konstanzes tief enttäuschter Reaktion bemerkt er, wie Unrecht er mit seiner Verdächtigung hatte. Die Entführung scheitert. Osmin ist zu früh aufgewacht. Die vier Flüchtigen werden verhaftet. In Belmonte erkennt der Bassa den Sohn seines Erzfeindes, der ihm einst die Geliebte raubte und seine Existenz im Okzident vernichtete. Konstanze und Belmonte wollen gemeinsam sterben. Doch anstatt Rache zu üben, schenkt der Bassa den Gefangenen die Freiheit: "Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den muss man sich vom Leibe schaffen."